Tenside, Detergenzien, Oberflächenspannung, Grenzflächenspannung,
Tensiometrie, CMC
CMC-Methoden
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imeter bietet zur Messung der
Konzentrationsabhängigkeit von Ober und- Grenzflächenspannung ein
variantenreiches Verfahren an, das die Bestimmung der CMC komfortabel
ermöglicht. - Es ist ohne Zusatzkosten integriert. Gegenüber den
gewöhnlichen Methoden der CMC-Bestimmung ist Universalität, Genauigkeit und
ein sehr hoher Automatisierungsgrad
hervorzuheben.
Die wichtigsten Besonderheiten sind:
- keine Konzentrationsbeschränkungen: der gesamte
interessierende Bereich zwischen Konzentration 0% und nahezu 100% kann in einer
einzigen Messung abgetastet werden. Dabei sind Konzentrationen und
Zugabemengen frei wählbar.
- feinste Abtastung: Konzentrationsbereiche von
besonderem Interesse können in beliebiger Auflösung abgetastet werden. Es kann
automatisch, mit gesteuerten Pumpen dosiert werden. Aber, es kann auch
manuell, z.B. durch eine Spritze, dosiert werden. (man muss
selbst aber nichts rechnen - von wegen Konzentrationen, Dichte etc.).
-
Gestaltungsfreiheit: Neben der Wahlfreiheit von Konzentration,
Konzentrationsbereich, Zudosierungen und Entnahmen im Messablauf, können
Selbststeuerungen des Verfahrens (Zielwertregelung) zur Anpassung der
Messweise an den Probenzustand angewendet werden (z.B. "langsamer Messen"
bei geringer Konzentration). Die Methode erlaubt sowohl Voll- als auch
Teilautomatisierungen des Messablaufs und darin können progressive und
degressive Konzentrationsentwicklungen auftreten. Der mehrfache
Durchlauf gleicher Konzentrationsbereiche ist ebenfalls möglich. So kann
imeter an die jeweilige Fragestellung angepasst werden (...
und nicht umgekehrt).
- Automatische Auswertung (Differenzialmethode statt
Extrapolation): Während Extrapolationsverfahren für die CMC-Bestimmung in
der Regel ziemlich streuende Werte ergeben, erlaubt die Bestimmung der
kritischen Konzentration über den Differenzenquotienten - als Nulldurchgang
oder Maximum der Exzessfunktion G - sehr viel
genauere und wirklich reproduzierbare CMC-Angaben.
CMC Bestimmung über die Ober- und
Grenzflächenspannung
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Zusammenhang...
Grenzflächenaktive Substanz (Tenside, Detergenzien, Surfactans) ist
der Sammelbegriff für Stoffe, die aufgrund ihrer zwiespältigen Konstitution,
mit innerhalb des Stoffteilchens räumlich getrennten polaren und unpolaren Teilen, die Tendenz
haben, sich in einer Lösung an Stellen mit Polaritätswechsel - eben an Grenzflächen
- anzureichern. Steht oberhalb einer gewissen Konzentration, die für die
Lösung eines Tensids typisch ist, kein ausreichender Freiraum mehr zur Verfügung, so lagern
sich die Teilchen (Monomere) zusammen und bilden mit ihresgleichen Strukturen (Mizellen). Die Konzentration, die diesem Übergang
zugeordnet wird, heißt CMC (critical micelle concentration, kritische
Mizellenkonzentration).
Die Anreicherung verringert die Ober- bzw.
Grenzflächenspannung (Tension), da durch die Ansiedelung von
Tensidmolekeln laterale Kräfte der Wassermoleküle zunehmend geschwächt
werden. Mit zunehmender Konzentration fällt die Spannung ab. Sie erreicht bei
der CMC einen Minimalwert, der sich bei weiter steigender Konzentration oft
kaum mehr ändert. Neben der tensiometrischen CMC-Bestimmung kann der
charakteristische Konzentrationswert über den osmotischen Druck, Gefrierpunkt und Dampfdruck,
die Beweglichkeit von
Elektrolyten (spezifische Leitfähigkeit), die Lichtstreuintensität, die
Temperatur (kalorimetrisch) und
die Löslichkeit bestimmter Farbstoffe nachgewiesen werden.
Die Bedeutung grenzflächenaktiver Stoffe ist
hervorgehoben in zahllosen traditionellen
Produkten (Reinigungsmittel, Emulgatoren) und im Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen
und gerade auch in Bereichen der Bio- und Nano-Wissenschaften
(Strukturbildung, Selbstorganisation, Innen- und Außenwelten). Die CMC gilt
als DIE Kennzahl zu Charakterisierung von Tensiden in Lösungsumgebungen. Gleichwohl
ist festzustellen, dass große Streubreiten bei Literaturangaben über CMC-Werte anzutreffen
sind. Weil Fortschrittsmöglichkeiten stets vom Grad des Verständnisses abhängen
und das Verständnis durch die Verfügbarkeit von Daten genährt wird (d.h.
Messdaten: viel, einfach, variantenreich und sicher), können Quantensprünge in
der Messtechnik Kettenreaktionen in Anwendungsgebieten auslösen. Umsomehr
freuen wir uns, mit der hier vorgestellten imeter-Methode
ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung stellen zu können.
Die imeter-CMC-Methoden bieten für verschiedene Anwendungsbereiche
spezifische Vorteile:
QS, Sicherung und Prüfung von Qualität
Die
CMC-Bestimmung gilt bisher als relativ aufwändige Technik, die auch dem Anwender
einiges an Wissen und Erfahrung abverlangt. imeter
erlaubt nun die CMC Messung und Anwendungssituation für eine anspruchslose
Bedienung einzustellen und dennoch ein bisher unerreichtes Qualitätsniveau
ausdauernd zu erreichen - gerade auch in Betriebslabors. --
Zur Laufzeit prüft nämlich das Messprogramm (d.h. es
kann dies tun), ob Randbedingungen, wie gesicherte Anfangsoberflächenspannung, Trendfreiheit
der Anfangswerte (bei c=0), Vorlagemenge etc.
eingehalten werden. Der Messablauf wird vollautomatisch gesteuert und liefert
ablagefertige Prüfberichten. Abgesehen von der Reinigung des Messgefäßes und der Herstellung
einer Dosierlösung beträgt der Mitarbeiter-Zeitaufwand für eine Messung ein paar
Minuten. Die Messung selbst kann durch die Differenzialtechnik auf den CMC-Bereich
beschränkt werden, wodurch die Messdauer auch auf unter 10 Minuten reduziert werden
kann.
Anwendungstechnik
Bisher unbezahlbares wird durch dieses
imeter- Verfahren geradezu einfach
verfügbar; z.B. fein aufgelöste Dosis-Wirkbeziehung von
Formulierungsbestandteilen insbesondere bei der Anwendung von Emulgatoren,
Dispergier- und Netzmitteln.
Wissenschaftliche Fragestellungen
Der
Verlauf von Ober- bzw. Grenzflächenspannung mit der Konzentration
grenzflächenaktiver Verbindungen bietet auf
imeter
weit mehr Informationen über das
Verhalten und Deutungsmöglichkeiten, als lediglich aus der Reduktion auf den
einen Wert "CMC" hervor geht.
(Stichworte: Adsorptionsisothermen, Platzbedarf in der Ober- bzw. Grenzfläche, Molmasse, Diffusionskoeffizienten, Tensidkinetik,
Grenzflächenrheologie) |



Im Nachfolgenden Teil werden einige "Messergebnisse" vorgestellt und
einzelne Aspekte der Technik und Stoffklasse herausgegriffen.
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imeter Messung und Ergebnisdarstellung
Eine Messung läuft so, (zuerst wird ein Messprogramm gewählt) in der
Messzelle wird eine bestimmte Menge Wasser vorgelegt, Temperaturfühler und
Dosierleitungen werden angesetzt und den Messring eingehängt. Dann, den
Deckel 'drauf und Start. - Die Messung läuft vollautomatisch (=prüfen des
Anfangswertes, Dosieren, Rühren, Oberflächenlage 'nachspüren', Dosiermengen
erhöhen, Empfindlichkeiten anpassen, Verlauf online anzeigen ...) und sie
beendet sich selbst, sobald ein stabiler Endwert vorliegt. Die Hauptaussage einer CMC-Messung
wird im Folgenden anhand eines imeter-Diagramms erläutert:
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Diagramm 1,
Konzentrationsabhängigkeit der Oberflächenspannung - CMC-Bestimmung:
Das Diagramm zeigt den Verlauf der
Oberflächenspannung (rote Kreismarken=Messwerte) gegen die Konzentration an
SDS in der Lösung
[SDS = Sodium dodecyl sulfate, = Na-Laurylsulfat]. Grün ist der Verlauf des
Differenzenquotienten der Messwerte dargestellt, der bei 2.3g/L, dem
Wendepunkt, ein Maximum zeigt. Dieses Maximum wird der CMC zugeordnet wird (grauer,
senkrechter Balken).
In der Messung wurde mit reinem Wasser begonnen, dem zunehmend
größere Mengen einer SDS-Stammlösung
(C=21g/L)
zugefügt wurden. Zwischen 0.006 und 7.8g/L wurden
52 hier Dosierungen vorgenommen.
Extrapolationsmethode?
Die feine Abtastung zeigt, wieso durch
Extrapolationen aus dem Adsorptionsbereich (links, bei geringer Konz.) zum Schnittpunkt mit der
Geraden aus dem Sättigungsbereich (rechter Diagrammteil) - wenn man, wie üblich, nur wenige
Konzentrationen misst - nur recht ungefähre Werte für die CMC erhältlich sind.
(Die charakteristische Unterschneidung vor der CMC wird weiter unten
angesprochen)
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imeter-Messungen bzw.
die dadurch erzeugten Prüfberichte,
bieten in der Regel weitere, unabhängig beobachtete Messdaten,
die die Plausibilität der Resultate stützen und zu höherer Sicherheit
beitragen.
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Diagramm 2,
Übersichtsdarstellung:
Das Diagramm zeigt den zeitlichen und thermischen
Verlauf der Messung. Es erlaubt weite Teile der Vorgänge zu prüfen.
Gezeigt
wird hier z.B., dass die Messung relativ isotherm bei
25.0°C ablief (Graue Kreismarken) und dass der Niveauverlauf in der Vorlage
(Rote Strichmarken)
sich entsprechend der dosierten Mengen
verhielt, dass Messpausen entstanden und auch, dass der Prüfer zweimalig
Bemerkungen zu Protokoll gegeben hat.
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Bei der Prüfung des neu entwickelten Verfahrens wurden einige
interessante Beobachtungen gemacht, die wir Ihnen im Folgenden kurz
vorstellen möchten:
Im folgenden Diagramm wird die Überlagerung von drei
imeter -CMC-Messungen
an SDS gezeigt. Die blau und grün eingezeichneten Marken
kennzeichnen typische Messungen an frisch zubereiteten Lösungen. Die roten Zeichen gehören zu
Messergebnissen an einer gealterten Lösung. Für die CMC wird nach
dem Ermittlungsalgorithmus der konstante
Wert 2.3g/L = 8.0 mmol/L ermittelt. Es leuchtet an dieser Stelle
sehr deutlich ein, warum
Literaturangaben ziemlich streuen könnten, denn mit wenigen gemessenen
Konzentrationen auf einer logarithmischer Achsen zu extrapolieren
ist schlicht ein unsicheres unterfangen (vgl. 12
[ref. 56]).

Diagramm 3, SDS - Vergleich
Offensichtlich ist der Wert der CMC auch für ein
in Zersetzung befindliches Tensid kennzeichnend. Ins Auge sticht die
Unterschneidung, die bei der gealterten Stammlösung zu einem 1/2
Konzentrationsgrößenordnungen breiten Minimum führt. Die Interpretation
dieser Unterschneidung kann aus den chemischen Gegebenheiten
hergeleitet werden: (Fett-)Alkoholsulfate, wie SDS, sind hydrolyse-
empfindlich (quasi Esterspaltung). Der abgespaltene Alkohol ist
stärker grenzflächenaktiv, zugleich darf dem Fettalkohol eine
geringere Oberflächenspannung zugeordnet werden. Die
Oberflächenspannung steigt aus dem Minimumbereich mit der Solubilisation
des (wenig wasserlöslichen) Alkohols in den SDS dominierten Mizellen.
Der Wert der Oberflächenspannung bei höherer Konzentration ist bei
einem geringeren Alkoholanteil offenbar höher, so dass sich also
Mengen des Zersetzungsprodukts auch dadurch anzeigen. Weiterhin ist es
einen Hinweis wert, dass die Differenzialmethode (vgl. Verlauf der
gepunkteten rote Linie) den gleichen CMC Wert ergibt, wohingegen das
Extrapolationsverfahren diverseste Werte liefern würde.
Für die CMC von SDS findet man in der Literatur ziemlich schwankende
Angaben:
CMC in mMol/L: 3.92, 3.69 (per CE), 3.52 (Farbstofflöslichkeit), 4.02 (Konduktometrisch)
[ref. in
53]
Aber auch Bereiche von 1.2 bis 10mmol/L werden angegeben (ref.
54),
bzw. Werte mit 7.6, 8.1 und 8.2 [ref.
55] und ein Wert von 6.25 mmol/L, der mit einem entfernt imeter ähnlichen
Verfahren gewonnen wurde [ref. 56].
Die Werte liegen ohne Temperaturangabe vor.
Im Diagramm 4, weiter unten, sind die
CMC-Angaben zusammengefasst und über original Messwerten dargestellt. Alle
auf dieser Seite wiedergegebenen imeter-Messungen wurden in querschnittsgleichen Behältnissen durchgeführt
(vgl. 3. Bild, oben).
Eine weitere Perspektive zu
Aussagen aus Konzentrationsabhängigkeiten und CMC-Messungen wird durch die Möglichkeit gegeben, diese über die
Grenzflächenspannung zu erfahren. Im folgenden Diagramm Nr. 4 sind die
Messergebnisse verschiedener Bestimmungen an SDS über Ergebnisse aus
einer CMC-Messung per Grenzflächenspannung (GFS) auf molarer X-Achse
dargestellt. Wegen der geringen Grenzflächenspannung - sie fällt
unter 3.5mN/m - wurden die Werte mit dem Faktor fünf zur
Skalierung multipliziert. Es
handelte sich in Kurve 2 (vgl. Legende) um die selbe gealterte Stammlösung, die zum Messzeitpunkt der
GFS nur unwesentlich jünger war.

Diagramm 4, SDS - Vergleich GFS/OFS und
CMC-Angaben
aus verschiedenen Quellen (imeter-Messungen, wo nicht anders
bezeichnet, bei 25.0°C).
Die Grenzflächenspannung fällt
offenbar in dem Konzentrationsbereich weiter ab, in dem die
Oberflächenspannung ein Minimumplateau zeigt. Der CMC-Punkt der
Oberflächenspannung, dort Wendepunkt, ist bei der
Grenzflächenspannung durch eine Schulter im Verlauf bezeichnet.
(Wir sind a priori für die Formen
zuständig - richtiges Messen - und nicht so sehr für Inhalt und
Interpretation. Hier als Beispiel vorgetragene Messresultate
entstammen, wie bereits erwähnt, technischer Verfahrensprüfungen. -- Gleichwohl, ein paar inhaltliche Anmerkungen,
die auf diesem Gebiet vielleicht helfen mögen, wollen hier noch
angeben: Bei der Messungen an diesem System wurde
gefunden, dass noch vor der
Minimalen Grenzflächenspannung eine ungewöhnliche Lamellen-in-stabilität
auftrat, dass die Grenzflächenspannung der 2xCMC Lösung (4.6g/L) einen positiven
Temperaturgradienten hat, der Betrag aber dann zeitlich ebenfalls nicht
stabil ist und [nach dem Wiederabkühlen] auf ca. 1.5mN/m abfällt.
Ferner, dass die Oberflächenspannung der Toluolphase gegenüber reinem Toluol um
mehr als 0.5mN/m erniedrigt ist (trotz der wechselseitig bekannt
geringen Löslichkeit - die Messung der Phasendichten könnte
hier Aufschluss
geben). Die Konzentrationsabhängigkeit
der Grenzflächenspannung unter Variation der organischen Phasen z.B. Heptan, Cyclohexan, Benzol, o-/p-/m-Xylol, Formamid
etc. zu bestimmen, könnte in Analogie zur Bemessung der
Festkörperoberflächenspannung, differenzierte
grenzflächenenergetische Aussagen ermöglichen.
Obwohl der Verlauf durch
Temperatur, Lösungsalter, Messmodus und Mengenvariationen in Vorlage
und Dosierung stark variiert, wird ein konstanter CMC-Wert
bei der gleichen Charge des Tensids ermittelt. Die imeter-Methode ist
damit ausgesprochen robust und die imeter Differenzial-CMC-Methode kann für SDS mit ±1%
spezifiziert werden.

Einige der gezeigten Diagramme / Daten entstammen den Beispielen zu imeter-Prüfberichten; Diese Prüfberichte
enthalten zusätzliche Informationen, sie finden sich unter
-->
Oberflächenspannung, Beispiele
und können dort als PDFs heruntergeladen werden.

Ein nicht-ionisches Tensid
Anhand eines nicht ionogenen Tensids, werden Effekte
der Messgeschwindigkeit und ein alternativer Auswertealgorithmus
vorgestellt:
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Diagramm 5, CMC bei einem nichtionischen Tensid*
Das Diagramm zeigt zusammengefasst drei
Messungen an einer Probenlösung, wobei zwischen Dosierung, Mischung und
der Messung jeweils 1.5 (schwarz), 2.5 (grün) und 4.5 (blau) Minuten vergangen
sind.
Der Algorithmus zur CMC-Bestimmung sucht die Zuordnung, dann, wenn kein
relativ scharfer Wendepunkt nach dem Grenzflächenspannungsminimum vorhanden
ist, nach dem Nulldurchgang des Differenzenquotienten - also dort, wo die
Grenzflächenspannung ein "gutes" Minimum hat. Wenn die Datenlage auch dies
nicht zulässt wird ein klassische Extrapolationsverfahren angewendet.
*nichtionisches Tensid der Klasse "Fettalkoholethoxylat":
(Wz.) POLYDOCANOL®, THESIT®, Lubrol® PX, chemisch
Dodecylpoly(ethylene-glycolether)n M ca. 583g/mol. CMC
nach Literaturangaben: 0.1 mmol/L .[ref.
54]
und im "Web" werden auch 0.05g/L für diese Substanz gefunden.
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In der Regel sind Fettalkoholethoxylate, wie diese hier getestete Substanz,
sowohl durch die Ausgangsfettsäure/Fettalkohol (i.d.R. ein Naturprodukt
C12/C14-Schnitt = Kokosfett) bedingt, als auch durch die Ethoxylierung,
statistische Produkte. Zur Herstellung werden soviel Mole Ethylenoxid (Oxiran)
zugegeben, dass das Nominalprodukt entsteht. Neben herstellbedingten
Beiprodukten des Ausgangsmaterials, liegt unumgesetzter Alkohol und ein
breites Spektrum an Spezies in verschiedenen Ethoxylierungsgraden vor.
Diagramm 6
Das Diagramm zeigt zusätzlich zu den in Diagramm 5
präsentierten Ergebnisse anhand der roten Marken eine sehr langsamen
Messung mit vielen singulären Messwerten. (Wobei für die ersten Messpunkte
bei der sehr niedrigen Konzentration [rot] wohl unpassend schnell vorfahren wurde.)
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Der Lamellenhöhen-effekt bei Fmax im Bereich der CMC, tritt auf, wenn
relativ schnell dosiert und gemessen wird. Er kann als ein inneres Kriterium einer
Messung dienen. Dabei bietet der mechanische Aspekt dieser Erscheinung Grenzflächenrheologischen
Spekulationsraum.
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Diagramm 7, Verlauf der Lamellenhöhen
Anhand der schnelleren
Messungen wird erkennbar, dass sich die Lamellenhöhe im Bereich der CMC nicht proportional
zur Oberflächenspannung verhält. Der eher lineare Verlauf bei der langsamen
Messung (rot), hingegen zeigt, dass dann offenbar solche Effekte nicht mehr auftreten, die
sich ja unmittelbar als mechanische Veränderungen der Oberfläche äußern.
(Unten vergrößerter Ausschnitt der "Schleife")
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Die Messung des Verlaufs der Konzentrationsabhängigkeit per Ober- und
Grenzflächenspannung liefert mit imeter
neben der CMC-Feststellung zusätzliche Informationen über Eigenschaften
dieser wichtigen und anders eher schwer zugänglichen Stoffgruppe.
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imeter
intelligenter messen.
imeter.
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Grenzflächenspannung": Oberflächenspannung
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