|
|
|
|
Als Entwickler steht man manchmal vor der
Aufgabe, spezifische Prüfverfahren zu entwerfen. IMETER bietet hier seine
ausgefeilte Steuerungs-,
Akquisitions- und Verarbeitungstechnik, um solche Aufgaben unerhört effektiv angehen
zu können. Die Funktionen, die IMETER
in den dezidierten Anwendungen zum non Plus ultra in der Messtechnik macht,
stehen eben auch für frei definierbare Anwendungen zur Verfügung.
Sie finden
in diesem Abschnitt Beispielanwendungen mit dem IMETER-Framework
zur Lösung verschiedener kleinerer Aufgaben. |
Materialprüfung - allgemeine
Prüfmaschine
messen, prüfen,
testen ...
|
|
|
|
|
|
Um Materialien und deren Verhalten
frei untersuchen zu können, gibt es die Klasse der
Freien
Messprogramme als
Experimentierplattform innerhalb des IMETER Frameworks. Exaktheit und
genaue Reproduzierbarkeit der Abläufe sind die Basis für Vergleichbarkeit.
So können jenseits starrer Normen sehr komplexe Prüfverfahren entwickelt
werden. Außerdem
vernebelt
keine Instanz der Zwischeninterpretation die
Sicht auf die Verhältnisse, die man selbst, ganz nach eigenem Sachverstand,
darstellen kann. Natürlich können wir auch im Vorfeld für Sie abklären, ob ggf. Ihre
spezifische Problemstellungen so effektiv gelöst werden können.
|
|
|
|
Verschiedene Anwendungen, die
datentechnisch und im Ablauf eher unkompliziert sind, wie die
Thermogravimetrie, können durch eine automatische Verarbeitung aufbereitet
werden. (Die Abbildungsvorschrift ist dabei, Abzug einer Gewichtskonstante
[für die Prüfstoffhalterung] und fortgesetzte Differenzberechnung zum
Startwert der Wägung).
Die beiden Diagramme zeigen das
Ergebnis einer Thermogravimetrie-Messung:

Die Fragestellung in diesem
Beispiel war, ob und wieviel Wasser von einer Probensubstanz abgegeben
wird.

|
Die besondere Eignung von IMETER für die Lösung dieser Aufgabe
besteht darin, dass eine
Zeit/Temperatur-driftfreie Kraft-Messtechnik angewendet werden kann (hier wird
das Hauptproblem bei der TG ganz schlicht ausgelassen).
Ferner, dass, unter Verwendung von
allgemeinen Labormitteln (und den IMETER-Teilen zur Dichtemessung) ein solcher
Aufbau in ein oder zwei Stunden zusammengestellt ist.
Ablauf: Für dieses Beispiel wurde in ein
Stahldrahtnetz etwas Probe gegeben und in einen
Temperierbehälter eingesetzt (einen mit Deckel, z.B. wie auf der
Seite zur Oberflächenspannungsmessung
gezeigt),
der über einen Ministat Thermostaten temperiert wird.
Das Messprogramm wird
gestartet und 'fragt' im Dialog den Benutzer nach der Position, in der die Wägelast tariert
werden kann. Dieses "Teach-In" wird für die Lage der Gewichtsermittlung
wiederholt. Vor jeder Gewichtsbestimmung wird das Proben- und Halterungsgewicht
tariert, so betrifft die Temperaturänderung nicht die Waagenanzeige. Dadurch gibt es eigentlich keinen Fehler.
Die konstante Temperaturrampe wurde im Messprogramm vorgegeben und
durchlaufen.
Bei freien Messprogrammen
ist im Datenblatt ein Auswahlfeld verfügbar, über welches die Art der
Datenbehandlung gewählt werden kann. So weis IMETER, welche Diagramme aus den
Daten zu machen sind.

Das Diagramm, oben, zeigt eine Messung bei konstanter Aufheizrate
und anschließender Abkühlung (Das Gewicht nimmt wieder zu, das Material ist also
Hygroskopisch).
Ob isotherme Phasen eintreten sollen, die
Messung über die Erreichung von Sättigungswerten gesteuert werden soll, ob ein
Ventilator, ein Schutzgasstrom oder zusätzlich Trockenmittel eingesetzt werden
sollten. Die wunschgemäße Anpassung der Umstände in der "Hölle der Freiheit",
obliegt der Freiheit des Anwenders beim Herausfinden der gesuchten Antworten.
|
z.B. Magnetismus, Suszeptibilität, Induktion, Kraft im magnetischen Feld
Magnetische Eigenschaften von Materialien können Gegenstand von
Untersuchungen sein (Permeabilität, Zeit, Temperaturabhängigkeit
...), aber auch zur Selbstprüfung von IMETER
bzw. von Aufbauten, eingesetzt werden. Oder mögen einmal als Brückenschlag zwischen
dem Justiergewicht der Wägeeinrichtung zu Größen der Elektrizität dienen (Definition der
Einheit Ampere, Stromwaage ...).
|
|
 
(Eine Spule, die in einem normalerweise wirkungsfreien Abstand
bestromt wird, löste bei diesem Aufbau einen Sprung von 5mN aus. Die schwer
erklärbaren Fluktuationen im Verlauf zeigen evtl. einen Verstärkereffekt von
sehr schwachen Feldstörungen und sind
nicht,
wie dies als Archetyp chaotischer Vorgänge angesehen
wird, in eine unverstehbare Kausalkette eingebunden. Für den Globalverlauf kann
[neben µ] die Magnetostriktion verantwortlich sein [Denn, Abstandsänderungen von
Bruchteilen eines Nanometers wirken bei diesem Aufbau
bereits messbar
über die Kraft].) |
Magnetisierungsvorgänge sind ein
faszinierendes Thema. Die beiden Diagramme links zeigen, wie sich die Kraft
über die Zeit bei einer Magnetisierung ändern kann.
Aufbau: An einem 100mm Stab, der am Lastträger eingehängt ist, wurde ein
3x10mm Neodymmagnet angebracht. Auf dem Paralleltisch wird ein Stahlkugel von
45mm Durchmesser befestigt (im Umkreis von 200mm ist kein ferromagnetisches
Material zugegen und keine Spule). ... In einer Entfernung von
25mm wurde keine von 1µN verschiedene Kraft gemessen - Aus dieser Entfernung wird nach Nullstellung
der Kraft, die Kugel auf
0.2mm rasch und axial auf den Magneten zubewegt - dann werden Tausend Kraftmesswerte
aufgezeichnet. - Die Diagramme, links, zeigen Ergebnisse zweier
Messungen ("0" ist der Zeitpunkt zu dem die Messlage nach Positionierung
aus 25mm Entfernung [mit 4mm/sec Annäherungsgeschwindigkeit] erreicht ist).

Das Diagramm, oben, wurde aus dem selben Aufbau erhalten, nur wurde dabei die
Kugel um 32µm entfernt (rot) und nach weiterer Entfernung (25mm) wieder, ab
0,24mm, mit der Geschwindigkeit 0.02mm/s angenähert
(blau). Hysterese. --
"Position" bedeutet Abstand vom Berührpunkt der Körper.
In geringer Entfernung von der Kontaktstelle werden hier kleinste Wegänderungen
überaus empfindlich angezeigt.
(Zur Prüfung der
Positionierung auf diese Art, ist es [ggf. wegen
Hysterese,
Polarisation, Magnetostriktion] besser, wenn dafür zwei Permanentmagnete verwendet
werden.)
|
|
|

Im Diagramm werden Kraft-Weg-Darstellungen bei verschiedenen
Annäherungen von Kugel und Magnet gezeigt. Im Fall der schwarz markierten Kurve
wurde an Stelle der Kugel ein anderer ferromagnetischer Körper verwendet.
|

Abstoßung bei axialer Annäherung zweier gleichpolig orientierter 3x10mm
Neodymmagnet-Magnete.
(Mit F= F1F2
/4pmr² d.h. für den Ausdruck Fr² gegen r
angetragen erhält man für F1F2
/4pm ein lineares Verhältnis)
|

|
|

|
Oberes Diagramm: Auf einer Horizontal-Drehvorrichtung (ein Zubehör der IMETER-Methode N°20), die auf der Plattform eingesetzt wurde, ist ein
waagerecht befestigter Permanentmagnet angebracht, der mit dem axialen Magnet
bei der Rotation mit entsprechender Abziehung/Abstoßung interagiert (hier
zur Messung der Rotationsfrequenz).
Links: Auf der Plattform rotiert eine Stahlkugel, während die Plattform
nach unten fährt und den Abstand zum Magneten vergrößert.
Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten "Verhältnisse"
einfach zu untersuchen, oder auf diese Art die Systemintegrität von IMETER zu
prüfen.
|
Bei
Freien
Messprogramme gibt es keine vorausgesetzten Spielregeln, die irgendwelche
Bedingungen an die Abläufe oder Daten stellen. Gleichwohl stehen die Rohdaten
(wie immer) geordnet zur Verfügung und werden hier in grundlegenden Formen zu Grafiken
aufbereitet. Die
Abläufe verfügen per Datenblattvorgabe über einen Auswahlschalter, wie die
Messdaten ggf. (vor-)verarbeit werden sollen; z.B. zu Thermogravimetrie oder als
Utility für Rezepturwägungen oder zur Automatisierten Prüfung von Dosiervorrichtungen etc.
z.B.
|
|
|
... Weg, Kraft, Zeit,
Fläche, Volumen, Geschwindigkeit, Temperatur, Druck, Masse, Arbeit, Leistung,
Feldstärke, Festigkeit, Dichte, Härte, Oberflächenspannung, Viskosität - und
deren Änderungen durch Etwas?
Veränderung oder Konstanz?
... Ablaufverhalten, Absorption,
Adsorption, Aufladung, Auflösungsdynamik, Aufsaugvermögen, Ausdehnung,
Bisshärte, Elastizität, E-Modul, Ermüdung, Gelhärte, Gelierzeit, Gleitreibung,
Glitschigkeit, Griffigkeit, Induktion, Haftreibung.
Haptik, Härteprofil, Hysterese, Klebrigkeit, Knusprigkeit, Magnetismus, Pastenhärte,
Quellung, Reaktion,
Relaxation, Schaumhöhe, Schaumzerfall, Schwund, Spannung, Schneidedruck,
Sedimentation, Stabilität, Standzeit, Steifheit, Tablettenlösegeschwindigkeit,
Tack, Taktilität, Thermogravimetrie, Topfzeit, Transformation, Tropfrate,
Trocknungsgeschwindigkeit, Tubenausdrückkraft, Übergang, Viskositätsanomalie,
Widerstand, Zerfall, Zug ...
Die gemischte Zusammenstellung,
oberhalb, listet Eigenschaften auf, die teil- und normalerweise nicht unbedingt auf SI-Einheiten rückführbar sind
oder eindeutigen Prüfnormen entsprechen. Man kann eigene Prüfnormen definieren -
aus Probe, Ablauf und Zubehör. Jedenfalls - ein
Königsweg durch die
Werkstoff-Physik ist durch die
einzigartigen Fähigkeiten von IMETER begehbar geworden.
Sie können mit
IMETER
einen passenden Ablauf für produktnahe bzw. anwendungstechnische
Prüfungen schaffen und ihr eigenes Zubehör dazu kreieren (übrigens auch für
die dezidierten Methoden) und Ihren Kunden / Zweigwerken / Mitforschern dies
zur Kommunikation und Überprüfung der Produkte oder Hypothesen, zusammen mit
dem Messprogramm zugänglich machen
...
Falls Sie Testaufgaben haben oder unsicher sind,
etwas testen wollen, fragen Sie doch einfach wir machen das für Sie! Wie man
aus den hier gezeigten Beispielen erkennen kann, ist es keine große Sache, zu
Aufgaben reguläre Ausdrücke zu finden. Interessante Fragestellungen mit
genügender Allgemeinheit nehmen wir
gerne in die Organisation der dezidierten Messungen auf.
|
(Sollte
es für derartige Messverfahren einen Bedarf geben, sind wir gerne bereit
dafür "dezidierte Methoden" und Zubehör zu entwickeln.)
Messprogramme
|
|
|
Die IMETER-Messverfahren werden durch recht einfache Befehlsabfolgen
in Messprogrammen gesteuert. Wir wollen diese nicht Makros
nennen, weil das so nach programmieren klingt. Das ist es zwar im Prinzip. Aber
der Quelltext ist verstehbar, er zeigt Schritt für Schritt, was passiert, und beim modellieren braucht man keine
Syntax/Semantik-Regeln, sondern nur physikalisch zu wissen, was geschehen soll. Mit Messprogrammen können Abläufe eingestellt werden,
die auf Reize, d.h. Eigenschaften des Untersuchungsgegenstands reagieren
können. Es können spezielle Akquisitions-Sequenzen erstellt werden, wobei externe Geräte durch
gesteuert werden, Rührer, Ventilatoren oder Huber-Thermostaten (vgl.
Thermogravimetrie). Dadurch können Sie programmgesteuert Effekte ein- und ausschalten,
auch
Magnetfelder, Elektrische Felder, Bestrahlung etc. oder andere Zusatzgeräte und
Manipulatoren. Die erhaltenen Messdaten
sind stets einfach exportierbar und können sehr komfortabel innerhalb des
Programms bearbeitet werden. Diese Freiheiten dürften also besonders
für Zwecke der Forschung oder Ausbildung interessant sein, oder allgemein dort, wo
Entwickler vor der Aufgabe stehen, die besonderen Eigenschaften von einem
Produkt zu erklären ... sofern diese nicht optischer,
geschmacklicher oder olfaktorischer Natur sind. Die Funktionalität von IMETER
im Hinblick auf Qualitätsüberwachung/Statistik ist ausgezeichnet geeignet,
um auch hier Optimierungsaufgaben zu stützen, bzw. bei Rezepturen oder
Formulierungen Wirkungszusammenhänge aufzuklären. Mit dem Datenbankansatz
können Messungen/Versuche verschiedener Klassen zu speziellen Eigenschaftsbildern kombiniert werden. Für wiederkehrende Aufgaben hinreichender
Komplexität, können wir natürlich automatische Auswertungen und standardisiertes
Zubehör, wie bei den dezidierten Methoden, zur Verfügung stellen.
|

intelligenter
messen.

letzte
Änderungen
05. Juni 2009, MB
|