Oberflächenspannung, Viskosität, Dichte <=> Viskosimeter, Tensiometer, DensimeterSimultanmessung (OViD) |
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Überblick |
Abb.1: Die Viskosität und ihre Temperaturabhängigkeit.
Abb.2: Die Dichte und der Ausdehnungskoeffizient.
Abb.3: Die Oberflächenspannung und der Temperaturkoeffizient.
OViD steht für (Simultanbestimmung von)
Oberflächenspannung, Viskosität und Dichte.Das Messverfahren kann als einfache Messung oder mehrfach wiederholt angewendet werden. Da für ordentliche Messungen das Temperieren ohnehin seine Zeit dauert, lässt man den Messprozess ein paar mal ablaufen und erhält anhand von Mittelwerten und Standardabweichung besser einschätzbare Resultate. Eine solche Messung benötigt insgesamt etwa eine Stunde. Dabei beträgt die Arbeitszeit vielleicht fünf Minuten. Die Arbeit ist, den Messkörper zusammenzusetzen und mit der Probe in die Messzelle einzubringen, dann Start zu drücken. Eine Messung kann fast beliebig lange ausgeführt werden, sich wiederholen, etwa um Aussagen über die Stabilität der Probe zu erhalten. Das steuernde IMETER-Messprogramm kann automatisch nach einigen Messungen die Temperatur des Thermostaten ändern, die Thermostatisierung abwarten und dann Weitermessen ... So erhält man - vgl. Abb.1 - 3. - die Viskosität und den Temperaturkoeffizienten der Viskosität, die Dichte und den Ausdehnungskoeffizienten und die Oberflächenspannung und ihre Änderung mit der Temperatur. Das sind dann sechs wohldefinierte Kennzahlen, die über die Stoffeigenschaften Auskunft geben oder die Produkteigenschaften absichern und damit hohe Produktqualitäten darstellen - indem man diese bei-misst. Dabei hat man relativ wenig Energie verbraucht, nicht allzuviel Arbeitszeit und keinen Abfall erzeugt.
Abb.4: OViD-Messung in einer Temperiermesszelle - gesättigte Dampfatmosphäre, gleichmäßige Temperierung. Rezepturentwicklung und/oder on- und inline- Messung. Die Messzellen können mit Produkt gespült werden. Eine entsprechende Ventil / Pumpensteuerung für (dis-)kontinuierliche Messung über Tage - ist kein Problem.
Die Tabelle hilft bei der Navigation im Themenkreis OViD und den verwandten Disziplinen.
Links zu OViD - Themen
Einzelheiten zur OViD-Methode
Methodenübersicht IMETER Viskositätsmessungen
z.B. Typ einer Produktprüfungen (QS-Typ)
Zur Messung der Oberflächenspannung
Zur Messung der Dichte
- Ovid?
Kurze, technische Beschreibung zur Viskositätsmessung
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Abb.5: Prinzip der OViD-Viskositätsmessung
Abb.6: Ringspaltkapillare für niedrige und extrem niedrige
Viskositäten - hochvolumiger, laminarer Fluss.
Abb.8: Je drei Kapillareinsätze vom Typ Kreisloch und Ringspalt vor dem Korpus eines OViD-Messkörpers .
Abb.9: Teile eines OViD-Messkörpers mit Aufhängung
Abb.10: OViD-Messung in einer einfachen Messzelle. |
Die Skizze Abb.5. zeigt das Prinzip der OViD-Viskositätsmessung. Der
Messkörper ist ein voluminöser Becher mit einer Öffnung im Boden, über
die das Fluid in den Messkörper eindringt oder aus ihm ausfließt, wodurch
dieser - teilweise eingetaucht - leichter oder schwerer wird. Die IMETER-Software bietet im Framework die Möglichkeit die Rohmessdaten zu überprüfen und Rechnungen nachzuvollziehen. Innerhalb des Methoden- und Berichtsmoduls stehen jedoch auch noch sehr einfach verwendbare Möglichkeiten zur Untersuchung einer Messung zur Verfügung:
Abb.7: Rohdaten der Viskositätsmessung - Ein- und Auslaufen aus dem Messkörper. Das Diagramm Abb.7 zeigt die verwendeten Rohdaten der Messung an, deren Ausrechnung die Daten im Diagramm Abb.1. ergibt.
Beispiel und Berechung
Wie bekommt man aus solchen Kurven die Viskosität? Die Grundlage bildet das Gesetz von Hagen-Poiseuille (für Kreisloch-kapillaren) bzw. für die Ringspaltkapillaren die IMETER-Ringspaltgleichung. Die dynamische Viskosität (η) kann bei einer gegebenen Röhre der Länge (lKap.) und des Radius' (RKap.) über die Messung des Druckabfalles (Dp) und des in der Zeit (t) die Röhre durchströmenden Volumens (V) erfolgen. Die Konstanten werden für eine Kapillare zusammengefasst zu Cη :
Dabei ist ∆Fh die gemessene Kraftänderung zwischen zwei Messwerten, ∆V das dabei in den OViD-Messkörper einströmende Volumen. ρ ist die Dichte des Fluids (bzw. mit ∆ρ als Dichtedifferenz der Phasen), g ist die lokale Fallbeschleunigung. Vom Zubehör werden die Variablen ra, der Außenradius des zylindrischen Teils des OViD-Messkörpers und R, der Innenradius der zylindrischen Messzelle eingesetzt. Der hydrostatische Druck ist von der Höhe des Niveauunterschieds, H(t), abhängig. Er beträgt jeweils: p(t) = H(t)· ∆ρ·g bzw. ∆P(t) = H(t)· ρ·g Mit Einbeziehung der geometrischen Gegebenheiten (Zylinderstücke)
nach: ergibt sich der jeweilige Druck also nach:
(Druck)
∆P(t) : Druck über der
Düse zur Zeit t Vges
: Insgesamt, bis zur Niveaugleichheit eingeflossenes Volumen V(t) : Eingeflossenes Volumen zur Zeit t. ri : Innenradius des OViD- Messkörpers.
Abb.11: Druckverläufe ∆P(t) zur Viskositätsberechnen - die Rohdaten dazu wurden in Abb.7 gezeigt.
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Spezifikationen und Leistungsmerkmale : |
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"Oberflächenspannung"
Indem bis zu sechs Eigenschaften per OViD einfach bestimmbar sind - wir wollen hier gar nicht weiter ausführen, dass ja auch noch einfach weitere Sensoren und Geräte angeschlossen werden können - sind also rein physikalisch, automatisch und energieeffizient Mehrkomponentenmischungen entschlüsselbar - so wie mit der Dichte, Wasser und Alkohol- oder Zucker- Konzentrationen bestimmt werden, können durch zusätzliche Maßzahlen Mengenkomponenten in Formulierungen herausgerechnet werden - Oft geht ja nicht alles über eine GC/HPLC-Säule. |
Die OViD-Methode (IMETER-Methode Nr.6) beinhaltet in der Software ein Multivarianten-Modul, das auch bezüglich der Messkörper verschiedene Ausführungen erlaubt. Da die Oberflächenspannung nicht immer benötigte wird, sei darauf hingewiesen, dass OViD-Messkörper auch ohne Messvorrichtung für die Oberflächenspannung (De Noüy -Ring oder Wilhelmy-Platte) angewendet werden können.
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Oberflächenspannung: Messauflösung 0.01 mN/m,
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Aktualisierung 08. Februar 2011
OViD, der Dichter Ovid. Gleichwohl "Metamorphosen" passen zum Kontext; etwa Wandelbarkeit und eine latente Vielfalt.
Ovid (Publius Ovidius Naso) 43 v.Chr. - 18 n.Chr.Dolor hic tibi proderit olim
(Dieser Schmerz wird dir einst nützen).