IMETER - Ad Hoc

Die schnellste Art ...  für Alles mögliche

-- neu entwickelte Funktionalität - Mitteilung für Anwender und Interessenten --

Es gibt relativ viele Fragestellungen, die im Laboralltag gemischtes Rechnen und Messen erfordern.  Einiges davon lässt sich jetzt sehr einfach integrieren, indem IMETER Messprogramme wie eine Tabellenkalkulation - d.h. 'Ablaufkalkulation' - verwendet werden, ...

Wenn es z.B. darum geht, korrekt zu wiegen, so dass aus dem Gewicht die Masse angegeben wird, ist es erforderlich, die Luftdichte und die Materialdichte mit dem Wägewert zu verrechnen. Oder es soll schnell einmal die Oberflächenspannung gemessen werden, aber man möchten nicht die amtliche Ringmethode einsetzen, sondern schlicht und schnell einen aktuellen Wert checken: Jetzt kann per Wilhelmyplatte und Becherglas ad-hoc die Oberflächen-spannung gemessen werden!
     
Bei Massewägungen spart man leicht 90% der sonst dafür aufzuwendenden Zeit, beim Check der Oberflächenspannung wird gar ein anderes Messgerät überflüssig. Genauso kann auch eine Dichtemessung / Konzentrationsbestimmung oder die Herstellung von Kalibrierlösungen sehr viel einfacher, schneller und bisweilen genauer ausgeführt werden. Darüber hinaus können Listenkalkulationen auch komplexe Methoden bilden, oder als Elemente anderer Messprogramme Zusatzaufgaben übernehmen.

Wie das geht? In den Anweisungen, d.h. in Zeilen eines Messprogramms, können Sensor- und Aktordaten nun unmittelbar verwendet werden. In Formelausdrücken bedeutet z.B. das Symbol "T" die Temperatur, "W" Gewicht, "rH" Luftfeuchte etc. und zwar den gerade vorliegenden Sensorwert (Das Symbol ist der Messwert). So können physikalische Formeln einfach aus dem Physikbuch genommen und eingetragen werden; sie werden sofort ausgewertet.
       
Diese
IMETER-Technik anzuwenden, kann unerhört großen Nutzen entfalten. Um darauf hinzuführen, soll zu den erstgenannten Beispielen kurz erklärt werden, wie das funktioniert.

Goldwaage (Wahre Masse Waage)

Um das Beispiel prägnant zu gestallten, wird eine sehr einfache wahre-Masse-Waage dargestellt: 

Abb.1: Messprogramm "Goldwaage".

In Abb1. ist das Messprogramm dargestellt. Wir benötigen die aktuelle Luftdichte* (das erledigt Zeile 1.) und die Stoffdichte (2.), die in einem Dialog gemäß Abb.2 abgefragt wird**.

Abb.2: Messprogramm "Goldwaage".

Die Wägezelle wird auf Null gesetzt (3.) und der Anwender wird aufgefordert die Probe aufzulegen (4.). Das Gewicht wird abgelesen (5.), indem der Variablen 'Wägewert' die Ablesung zugeordnet wird. Die 'Masse' wird in Zeile 6 berechnet nach der folgenden Gleichung berechnet ***

   (Erklärung Wahre Masse)

Das Ergebnis wird gemäß Abb.3 durch die Zeile 7 in einem Dialog ausgegeben****.

Abb.3: Ergebnisausgabe in einem Dialogfenster.

 

*Wenn entsprechende Sensoren nicht vorhanden sind (kein I-SIF), wird der Anwender aufgefordert Luftdruck, -Temperatur und Feuchte über die Tastatur anzugeben. Die Funktion belegt die Systemvariable rhoL mit dem Wert der Luftdichte in kg/m³.

** Hier erfolgt die Festlegung der Variablen 'Dichte' mit der Möglichkeit einen anderen Wert, als die vorgelegten 19,3 anzugeben. (Für Diamanten gibt man den Wert 3,52g/cm³ an ;-).  Durch eine dialogfreie Festlegung der Dichte, wäre das Programm noch um eine Zeile kürzer.

*** Gewicht ('Wägewert'), Stoffdichte ('Dichte'), Luftdichte ('rhoL') und Dichte des Justiergewichts der Wägezelle ('rhoC')  werden in der Rechung benötigt; rhoL und  rhoC sind permanente Variable des Systems, die in der Konfiguration gesetzt werden.

**** In der neuen Funktion "Berichtsausgabe" (=Programmbefehl, der im Bericht zu frei gestaltbaren Textbeiträgen führt) können Variablen, Sensordaten, Berechnungen genauso, wie bei dem Dialog ausgegeben werden. Leider,  leider sind dafür Syntaxregeln zu beachten: die variablen Ausdrücke müssen in '@'-Zeichen eingefasst werden; Die Dimension der Größe und Dezimalstellen werden am Ausdrucksende nach '#'-Zeichen angegeben. Mehr Syntax is' da aber nicht zu beachten.

<Manche wunden sich vielleicht, denn in Wirklichkeit ist das Beispiel einfach fakultativ, da die Angelegenheit  als "Einwägefunktion" in einer Zeile zu erledigen ist. Dabei wird auch die Stoffdichte anhand des Namens aus der Referenzdatenbank bezogen>

 


 

Oberflächenspannung (Wilhelmy Plattenmethode)

Die Wilhelmy-Methode ist hinsichtlich der Steuerung nicht wirklich anspruchsvoll. Man nimmt ein Gefäß, füllt die Probe ein, stellt es auf die Plattform und hängt die Platte darüber an der Wägezelle ein (Listing Abb.1, Zeile 1)*.

 

Abb.4: Messprogramm "Wilhelmy-AdHoc.

Die Waage wird tariert (Zeile 2), dann bewegt sich die Plattform stufenweise aufwärts**, bis die Oberfläche berührt wird. Der Kontakt von Platte und Flüssigkeitsoberfläche bedeutet eine Laständerung an der Waage. Diese beträgt immer weit mehr als ein Milligramm (Zeile 5), was die Programmschleife beendet.

Abb.5: das dynamisch angezeigte Ergebnis.

Die Oberflächenspannung wird in Zeile 6 durch eine einfache Formel berechnet (Kraft / Plattenumfang). Dabei wird immer wieder die aktuelle Kraft ('F') von der Waage eingelesen und ins Verhältnis zum Plattenumfang (40,2mm) gesetzt. Das Ergebnis, die Oberflächenspannung, wird permanent ausgegeben (Zeile 7, Abb.5.), bis das Programm beendet wird.

*Solange der Dialog aktiv ist, kann die Plattform durch die Steuertasten vertikal bewegt werden.

** Eine kleine Wartezeit nimmt Rücksicht auf die Waage (Zeile 4), da sie eine kleine Echtzeitverzögerung aufweist, und so vermieden wird, dass die Platte bereits eintaucht bevor der Kontakt registriert wird.


 

 

 Anwendungsbeispiele  (Wenn man schon eine exzellente Sensorik und Steuerungen dazu hat, ...)

... Oft mit Vorteilen, "der Stand der Technik" und auch ganz Neues; allerhand Maßschneiderei!

Gaspyknometer: Volumen, Masse, Dichte, Porosität : PyknoIMETER  (heiss!)
    Eine komplette und universelle Steuerung mit Berichtserstellung zur Gasdruckpyknometrie, hochgenau, sehr komfortabel zu bedienen und mit integrierter Messunsicherheitsanalyse gemäß GUM (Guide to the expression of uncertainty in measurement)!
(ein komplettes Ad-Hoc-Programm; mit Alles)

Federhärte, Prüfung von (Stahl)federn: Neue Elastizitätsprüfmethode für (Stahl-)Federn
    Hier wird gezeigt, wie IMETER ohne besonderen Aufwand zur Universal- oder Materialprüfmaschine wird, die sogar ungewohnte Verfahren erlaubt. Und das einfach so!
(Verwendung zufälliger Stellgrößen)

Dichtemessung: Messung der Luftdichte (Methodenvergleich)
     Automatische Beantwortung einer wissenschaftlichen Fragestellung und die Möglichkeit der Dichtemessung durch zuschauen.
(Simulation und Wirklichkeit in Einem; Technikbeispiel zur Langzeit-richtig-wägung) 

Die Meereshöhe (Prüfung der Druckmessung): Altimeter
     Prüfung/Kalibrierung der Druckmessung und Stationshöhe durch Vergleich mit Referenzangaben.
(Einstellungsabgleich)

Herstellung präziser Maßlösungen: Molalimeter - Konzentrationsherstellung
      Dialogisches Verfahren assistiert bei der Herstellung definierter Lösungen und liefert Verifikationsmöglichkeiten.
(Anwender-selbst-Instrumentalisierung)

Gefrierpunktserniedrigung: Kryoskopie
       Verfahren zur Molmassenbestimmung und Thermometerjustierung.
(Wenn man schon einen Thermostat hat, ...)

Die Beispiele zeigen, wie vergleichsweise einfach IMETER vom Anwender für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden kann, und dabei bestes Messgerät für recht verschiedene Aufgaben wird. Zubehör kann von uns geliefert werden, aber auch von Ihrer Werkstatt erstellt werden.
     Der Anwender kann die beispielhaft gezeigten Funktionsweisen für individuelle Mischungen von Werkstoffwirklichkeiten und Simulationen spielerisch einfach einsetzen. Seien Sie Fachmann! Hier können Sie es sein. Kitzeln Sie das aus Vorgängen, Regeln, Daten, worauf es bei Ihnen eben ankommt!
Schöpfen Sie neue Methoden, Instrumentieren Sie DIN/ASTM-Methoden, oder machen Sie existierende Verfahren für sich passend - Wir unterstützen Sie dabei!

 Ausblick  (... Quer durch die Wiklichkeiten!)

Der hier demonstrierte Einsatz der neuen Möglichkeiten, ist ein Anfang einer Reihe an Open-Source-Messtechnik. Im Laufe des Jahres werden wir noch einige Verfahren und Utilities vorstellen.

 

 


intelligenter messen.

 


Aktualisierung 16. Juni 2011

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